Mein persönlicher Jahresrückblick 2022
2022 war das erste vollständige Jahr von Tai Chi im Park – und es war ein Jahr des Neubeginns. Der erste eigene Online-Kurs, der erste Welt-Tai-Chi-Tag im Hofgarten, die ersten Schritte auf Instagram, die erste Säbelform im Park, die erste eigene Website. Vieles passierte zum ersten Mal, manches lief anders als geplant, und am Ende des Jahres war klar: Es war genug Fundament entstanden, um weiterzubauen.
Das chinesische Jahr 2022, das Jahr des Wasser-Tigers, begann am 1. Februar. Der Tiger steht für Aufbruch, Leidenschaft und Mut. Das Element Wasser steht für Harmonie und Beruhigung und symbolisiert somit eine Art Zähmung des Tigers. Das Element Wasser steht für Flexibilität und Offenheit, für Weisheit und Sanftheit. Wenn ich jetzt auf dieses Jahr zurückschaue, erkenne ich diese Qualität in meinem eigenen Erleben wieder.
Tai Chi im chinesischen Jahr des Tigers
Im Januar startete ich auf Instagram mit „Tai Chi im Park“. Es begann noch im Jahr des Metall-Büffels und wurde mein persönliches Abenteuer im Jahr des Tigers.
Im Februar habe ich meinen ersten eigenen Online-Kurs für Anfänger entwickelt. Das Besondere: Neben dem Training in der Online-Gruppe ist ein 1:1-Live-Coaching inkludiert. Die Teilnehmer haben den Kurs im Juli erfolgreich abgeschlossen.
Im März vertiefte ich mich in die Vorbereitungen für meinen ersten Welt-Tai-Chi-Tag und kooperierte mit Udo Kästner von www.wolkenhaende.de. Er ist Experte für das Pushhands im Tai Chi Chuan des Wu-Stils. So nennt man die Partnerübungen, mit denen man Schritt für Schritt die Selbstverteidigung mit Tai Chi erlernt. Außerdem bereitete ich eine Verlosung vor, bei der es unter anderem zwei Zehnerkarten für den Sommerkurs zu gewinnen gab.
Am 30. April 2022 feierten wir zusammen mit zwei anderen Qigong-Gruppen den Welttag für Tai Chi und Qigong in Düsseldorf. Das Wetter war sonnig und zeitweise etwas kühl. Auf dem Programm standen Einführungen in Tai Chi Chuan und Pushhands sowie Vorführungen. Anschließend ging es in das neue Yoga-Studio von Jil Sudhoff, wo ich in einer kleinen Gruppe Atemübungen und Selbsterfahrung mit Tai Chi Chuan anleitete.
Im Mai fand ein Schnupperkurs für Pushhands statt, bei dem ich die Teilnehmer an vier Terminen mit den Partnerübungen des Wu-Stils vertraut machte. Außerdem führte ich meine fortgeschrittene Betriebssportgruppe auf die nächste Tai-Chi-Stufe. Wir begannen mit der Säbelform im Park. Die Teilnehmer waren und sind noch immer ganz begeistert! Ende Mai begann außerdem mein Schnupperangebot: eine regelmäßige, kostenfreie Montagsstunde im Düsseldorfer Hofgarten.
Auch im Juni spielte das Pushhands eine große Rolle und ich besuchte das Pfingstseminar unseres Tai-Chi-Vereins in Leverkusen unter der Leitung von Udo Kästner. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, und es hat richtig viel Spaß gemacht.






Schöner Sommer mit Tai Chi im Park
Der Juli meinte es gut mit uns. Meistens war es sonnig, manchmal etwas zu heiß, und wenn es mal etwas regnete, konnten wir unter dem großen Baum weiter üben. In den Sommerferien begann der Tai-Chi-Sommerkurs. Auch hier trainieren wir auf der Wiese vor dem Musikpavillon, wo sonntags die Hofgartenkonzerte stattfinden.
Im August fanden mehrere Outdoor-Trainings zur Einführung in die Lanzenform statt. Der Vorteil dieser Waffe ist, dass man zunächst keine spezielle Ausrüstung benötigt, sondern einfach einen Besen- oder Teleskopstiel aus dem Baumarkt verwenden kann. Im Gegensatz zum Schwert ist die Lanze auch für Tai Chi Anfänger leicht zu handhaben.
Im September besuchte ich das große Herbstseminar von Udo Kästner in Leverkusen, bei dem wieder die Partnerübungen im Vordergrund standen. Es waren viele neue Gesichter dabei und das bedeutet: viele tolle Übungspartner!
Im Oktober begannen die neuen Online-Kurse für Anfängerinnen mit Vorkenntnissen, die inzwischen schon ein gutes Niveau erreicht haben. Darauf bin ich sehr stolz!
Im November war Zeit zum Nachdenken, einfach mal krank sein und eine Woche Urlaub. Außerdem habe ich mit einer Fortbildung im Copywriting begonnen, um meine Angebote noch verständlicher und ansprechender zu gestalten. Das erste Ergebnis ist mein neues Event „Nie wieder kalte Füße“, das im Februar 2023 stattfinden wird.
Im Dezember habe ich noch viel hinter den Kulissen gearbeitet, um im neuen Jahr mit meinem neuen Angebot durchzustarten! Außerdem gab es ein Advents-Special für Berufstätige und Selbständige, um sich in den Pausen mit Tai Chi Chuan schneller zu regenerieren.






Fazit: Mein Jahr 2022
Vieles passierte zum ersten Mal und lief dabei anders als geplant. Der Tiger wäre einfach drauflosgestürmt. Das Wasser hat mich gebremst – und das war auch gut so.
Am meisten hat mich überrascht, wie schnell sich eine Gemeinschaft bildet, wenn man einfach anfängt. Die Menschen, die 2022 zum ersten Mal in meinen Kurs kamen, üben heute noch. Das ist das Schönste an dieser Arbeit.
2022 hat mir auch gezeigt, dass weniger manchmal mehr ist. Eine gute Stunde mit den richtigen Menschen wiegt mehr als ein ambitioniertes Programm. Diese Erkenntnis hat meine Arbeit seitdem geprägt – und sie fühlt sich sehr nach Wasser-Tiger an.







